Faltboote als Dachlast, Anreisen in derFahrgemeinschaft

Eine Ausarbeitung zu „ mein erstes Flußwanderbuch“

Lesen von Karten, Studium von Luftbildern, Überprüfen von Adressangaben.

Nicht immer ist das Navi zuverlässig, da viele Startpunkte in unserer Region außerhalb des „ausgebauten Verkehrsnetzes“ liegen. Es fehlen in verschiedenen Navigationssystemen ganze Feldwege, oder Wegenamen, da dort keine Hausnummer existiert. Auch Flurstücknamen wurden immer wieder verändert, so das Bootshässer die Nummer wechselten, aber nicht ihren Standort. Flurstücknamen werden oft mit Straßennamen verwechselt. Die Straße die daran vorbeizieht heisst anders. Die Straße endet in unbefahrbarem Gebiet. Deshalb auch bei unseren Anfahrtsbeschreibungen die Skizze auf Seite 1 zur Verbildlichung. Norden ist immer oben!

Nicht jedem Menschen ist es gegeben, die auf einer digitalen Landkarte gefundene Lokation dann mit dem PKW zu „erfahren“. So können Beifahrer assistieren, ggf. Einheimische in Zielortnähe fragen helfen.

Vorgedanken und Ausführung von Sammelbussen

Fahrzeugführende die sich für eine Mitnahme von Flußwanderern entschieden haben, rechnen für die zu vereinbarende Startzeit eine mögliche Verzögerung ein. Gerade dann, wenn man es mit „neuen“ Mitfahrern zu tun hat. Trotzdem gibt es eine absolute Abfahrzeit.

Sollen mehrere Teilnehmer an in verschiedenen Orten abgeholt werden, überlegen die Betroffenen im Vorfeld, an welcher leicht erreichbaren Stelle sie aufgenommen werden können.

Dazu eignen sich leicht anzufahrende Lokalitäten wie Haltestellen, Autobahnausfahrten, Tankstellen, Bahnhöfe und Autobahnrastplätze, (die zu Fuß – auch mit Boot und Bootswagen) erreichbar sind. Somit wird viel Zeit gespart, die nachher auf der Zielgeraden fehlen könnte.

Nach mir bekannter Praxis werden Teilnehmer mit eigenem Boot abgeholt, oder der Falter, hat sein Boot zerlegt auf dem Bootswagen herbei „gewagerlt“. So kann ein 9-sitziger Bus gerne seine drei Feststoffboote auf dem Dach mitnehmen; die Faltboote nehmen hochkant hinter der letzten Bank platz. Die restlichen Säcke nimmt die Reisegruppe zwischen die Beine. Derartige „Beladungsriten“ dauern und die Reisegruppe wird darauf eingestimmt, dass sie es sich erst dann „bequem“ machen soll, wenn der letzte Falter sich im Bus „entfaltet“ hat. Die zuerst Abzuholenden müssten ganz zuverlässig sein, damit nicht schon beim Start der Sammel – Fahrgastaufnahme zeitlich und räumlich alles schief geht. Die Boote sollten am Vorabend zurecht gestellt worden sein (oder Markiert), nicht das der späte Rückkehrer am Vorabend sein Boot nebst Gerödel genau vor den einzuladenden Booten Verteilt (z.B. zum Trocken dort drüberhängt – „ich räume doch morgen Mittag auf – versprochen!“)

Los gehts:

Fiktion: Startet der Bus vor dem Bootshaus im Morgengrauen, sollte also alles da sein: Gurte, Leitern (u.a. Hilfsmittel) und die Helfer. Auch bei der Aufnahme von Booten im Sammelmodus des Busses, (nachdem der Bus den Startpunkt verlassen hat, um weitere Teilnehmer einzuladen) haben Fahrende ihre feste Assistenz: Anhalten, Gurte und (ggf.) Leiter schnappen, wissend wo das Boot genau hingehört, aufladen, Fahrgast sagen: „Da das Gepäck, da sitzt du – und los gehts“!

Aufladen, festzurren, weiterfahren… Das sorgt dafür, das nicht bei jedem Halt das „Rad komplett neu erfunden“ werden muss und man jedes mal erklären muss, „warum, was, wie, wozu“. Diese Abläufe werden im Einladungsschreiben (des Vereines, oder der Textnachricht des Fahrers) erklärt und es ist klar, das jeder mit anpacken wird, der dazu aufgefordert wird! Es wird darauf hingewiesen, das die Flusswanderer vollständig in Eigenverantwortung zu erscheinen haben.

Abbildung 1: Dachlasten ruckeln frei! Deshalb nach 10 Minuten einmal nachziehen oder spätestens nach 50 km.

Körperliche Vorbereitung auf die längere Bus – / PKW-Fahrt

  • Dauert die Anfahrt mehr als 1,5 Stunden, wird noch eine 10 Minütige Pause eingerechnet. Je nach Zeitaufwand steigt die Pausenzeit und die Pufferzeit für Verzögerungen.
  • Die Anreise erfolgt ggf. über Autobahnen mit Baustellen, und über Feldwege auf denen das Auto ruckelt. Mitfahrende achten darauf, dass diese keine Speisen einnehmen, die ihnen Übelkeit verursachen oder arg treiben. Grundsätzlich verzichtet man auf die Einnahme von Speisen und Getränken in fremden Fahrzeugen. Auch wenn es „lieb“ und gemeinschaftsfördernd gemeint ist; bieten wir keine unserer mitgebrachten Speisen einem „fremden Magen“ an, noch verkleckern wir die Polster des uns fremden Fahrzeuges durch allerhand Ungeschicklichkeit. („nicht auszudenken wenn es dein Auto wäre!“)Zigarettenraucher nutzen die Raucherpause nur, wenn ihre Atemluft bei der Weiterfahrt nicht den Brechreiz bei einem anderen auslöst (fragen ob jemand in einem „Raucherauto“ mitfahren kann). Zu den erbrechen erzeugenden Atemlüften gehört auch Knoblauch, oder schlecht geputzte Zähne, bzw. Zungen mit erheblichem, bakteriellen Belag. (Mit der Zunge den Handrücken ablecken und 15 Minuten lüften lassen, dann am eigenen Handrücken riechen. Ist ein Geruch wahrzunehmen – oder gar ein ganz übler, verwendet man nach meiner unverbindlichen Empfehlung einen Zungenschaber, oder eine Zahncreme mit Aktivkohle, oder „zieht Öl“, gurgelt Reinpetroleum, etc. – also alles warum unsere Großmütter – und Väter kaum Karies bekommen hatten) Für ein Erbrechen ist im Auto Vorsorge getroffen und eine helfende Hand sollte assistieren, die großräumige, garantiert dichte Tüte aufzuhalten. Ein Vorfall: Wird bei dem Erbrechen gekrampft, zuckt der Erbrechende zusammen und mit ihm die Tüte aufhaltenden Hände! D.h. die Tüte bleibt zu und leer und der Sitz (bzw. Boden des Fahrzeuges) wird immer voller gekotzt! Man kann sich bei Eltern von „Springbrunnenkindern“ (Sofort – und Dauerkotzern) Tipps holen, wie man die Gerüche vor Weiterfahrt neutralisiert, bzw. was man an Bord mitführt. Es ist legitim, das der Halter eines Fahrzeuges nur Menschen ohne Neigung zum Übergeben mitnehmen will.
  • Wer schnell mal Unterzucker bekommt, isst eben vor Fahrtantritt oder – vertragen keine Autoluft oder das geruckel verkraterter Feldwege, warten diese bis zum Zielort. Wer das Risiko treibender Getränke kennt, verzichtet eben auf diese. Deshalb hat es sich in den letzten 15 Jahren als gut erwiesen, das man vor Einwassern, noch „Kaffee und Keks“ (Titel des Arrangements im übertragenen Sinn) anbietet. Auch bei Schulklassen randständiger Prägung, ist eine Zigarette zum Frühstück oder ein Milchschnittchen kein Frühstück, das auf eine permanente körperliche Anspannung vorbereiten kann. Sollte die Anfahrt tadellos und schnell geschehen sein, seid ihr zu früh da. Das war auch das Ziel: Genießt die Zeit in der Natur! Denn auch unsere Startplätze sind sehenswert. Geht die Anreise über Nacht, ist eine Morgenwäsche anzuvisieren. Dazu hat man einen Wassertank, einen Kocher für Zigarettenanzünder – Strom bereit. Man kann sich auf einen entlegenen Halteplatz waschen, oder in Schichten, oder getrennt durch eine Zeltbahn, die in den Bäumen zu hängen wäre (auch Rückspiegel, u.v.v.m geht). Nicht immer sind Rasthöfe die erste Wahl für das Morgenritual. Den Mitfahrenden ist klar, das Fahrzeughalter Mehraufwand haben. Also erweist man sich als guter Mitfahrer und erkennt diesen Aufwand an. Man vermeidet Sonderwünsche und versucht nicht übermäßig aufzufallen. Man kann z.b. die Unkosten mittragen, oder nach der Tour zum Essen Einladen, den Fahrer grundsätzlich freihalten… die Gruppe wird da schon etwas finden.
  • Sonderwünsche und versucht nicht übermäßig aufzufallen. Man kann z.b. die Unkosten mittragen, oder nach der Tour zum Essen Einladen, den Fahrer grundsätzlich freihalten… die Gruppe wird da schon etwas finden.

Faltboote die als Dachlast mitfahren sollen:

Bei Halbtagestouren, kann der Auf- und Abbau hinderlich sein, also lässt man ggf. das Boot aufgebaut – und nicht weil man den Aufbau nicht kann… Da ein Gerüst transportiert wird, gibt es hier andere Regeln der Verzurrung:

Bei den Faltbooten kommt die Druckverteilung auf den Querholmen hinzu: die Spanten (Querkonstruktionsträger des Bootsgerüstes) MÜSSEN direkt oder fast auf einem Querholm des Dachträgers aufliegen. Zur verrutsch sicheren Fixierung werden keine LKW-Ratschengurte verwendet, sondern schwächere, für „Kanus“ geeignete. Es könnte sonst zu einem zerbrechen der ungestützen Bauteile im Bootsgerüst kommen.

Abbildung 2: Darstellung ohne Haut: Spanten liegen immer auf Querträgern auf. Die Gurte ebenfalls! An den durchkreuzten Punkten, können die Streben nachgeben oder gar brechen! Bei längerer Fahrt könnte sich somit das Boot aus der Umgurtung frei schaffen! Das wäre in jedem Fall zu verhindern.

Jedoch: Unter dem Aspekt des nachhaltigen Faltbootes und den Vorteilen, die Faltbooteigner einem Verein kosten technisch bringen, ist natürlich der Transport eines aufgebauten Faltbootes sozusagen Kontraproduktiv. Kann durch Faltbootfahrer im Verein oft oder ganz auf Trailer verzichtet werden, öffentliche Verkehrsmittel für die Anreise kreativ eingesetzt werden, verkommt der Faltbootsport bei dauerhaftem Autoeinsatz zu einem „Autosport“ wie es bei den Feststoffbooten ja seit Jahrzehnten bekannt ist (Heinz sagt: „Kanusport ist Autosport“).

Ein Wort zur Verzurrung

wenn wir schon dabei sind, dann mal eine Betrachtung im Detail: Teilnehmer die mit dem eigenen Boot mitfahren und dies per eigenem Auto mitbringen werden, achten bei dem verwendeten Fahrzeug auf dafür zugelassene Dachträger, Gurte und der damit verbundenen Höchstlast und Höchstgeschwindigkeit. Deshalb:

Wer erstmalig ein Kajak / Kanadier auf sein Auto lädt, braucht Unterstützung und einen erfahrenen „Nachfahrer“ der dann per mobilem Funk sagen kann; das ein Boot zu sehr bei Seitenwind wackelt, etc. und mit dem neuen „Erstfahrer“ mal Anhält, nach zurrt, etc. D.h. sind in einer Reisegruppe „neue“ beim Dachlast-Transportieren, dann muss die Fahrgruppe auch etwas mehr auf jene achten. Bitte versucht einen unbedarften Fahrer nicht zu einem Dachtransport zu überreden, wenn er /sie dies noch nie gemacht hat und über keine geeigneten Mittel verfügt! Dies ist mittlerweile auch eine versicherungstechnische Sache geworden. Die Verzurrung kann so aussehen:


Abbildung 3: Alles über 10 Grad Abspannwinkel beginnt zu rutschen. Gerade bei nachgiebigen Faltbooten. Der orange Gurt zeigt wie es falsch ist.


Die holmnahe Verzurrung der Gurte, die direkt über die Spanten des Bootes geht, wird sehr nahe am Bootskörper vorbei geführt, wie auf folgendem Bilde zu sehen ist. Ab einem Meter Überstand ist die „rote Fahne“ anzuwenden. Diese kann mit dem Steuerblattstift am Heck eines Faltbootes angebracht werden. Um „Brummer“ oder „Dröhnen“, oder ein vibrierendes Autodach während der Fahrt zu vermeiden, werden die Gurte an den nicht aufliegenden Stellen einmal verdreht! Sonst stimmen sie eine nervige Melodie an, weil sie durch Fahrtwind – wie die Saite einer Gitarre beispielsweise – zum Tönen gebracht werden. Dieser Brummton kann Kopfschmerzen auslösen, auch wenn das Autoradio diesen Ton zuerst unbemerkt machen kann. Grundsätzlich wird vor Fahrtantritt einmal kräftig am Bug oder Heck des Bootes gerüttelt um zu testen, ob alles hält. Lose Enden werden verknotet oder in die Türe gesteckt. Es darf kein freies umherflattern der freien Enden auf der Autobahn stattfinden. Schlimm kann es enden, wenn ein Gurtende unter einen rollenden Reifen kommt. Bei tiefergehenden Fragen zu Kanu-Dachlasten stehen auch noch die Automobilclubs als Informationsquelle zur Verfügung.

Kreative Anreiseoption mit ÖNV

Wer nur eine bedingte Anzahl Kraftwagen hat, aber bereitwillig Anreisende mit Zug, Bus, Fahrrad, der wählt die Option des Anreiselagers. Diese Durchführungsart entstand zwangsweise, weil die Gruppe Bundeslandübergreifend zusammengesetzt war, der Beginn des Wochenendens von Donnerstag Nacht auf Samstag Mittag verteilt waren. Also mussten Mitfahrende auch unterwegs während der Tour aufgenommen werden, bzw. die Boote dann umbesetzt werden (Was für ein Ding, wenn der Zug dann nicht am „Uferbahnhof“ erschien) Dieses Lager wird von den Fahrern der Boote und der Zelte errichtet. Auch schwere Gepäckstücke werden verladen und dort deponiert. Ab Eintreffen der ersten KFZ, – und/oder Teilnehmer werden Boote entladen, Zelte errichtet, Brotzeit für die später ankommenden vorbereitet. Auf Zuruf werden die Ankommenden dann vom fernliegenden Bahnhof / Haltestelle abgeholt. Da sich die Verkehrsrandzonen – Bahnen ( z.B. der Altrhein ist in querungsfreien Gebieten eine solche Zone) stets verspäten, oder Busse (v.a „Verbindungsbusse“) ganz ausfallen, kürzer Fahren, liegen bleiben, ergibt es einen Sinn auf einen Einsammelradius von 30 Km vorbereitet zu sein.

Und mit einer Verspätung Einzelner von 4 Stunden zu rechen. Nein – das ist nicht übertrieben – es ist alles schon mal so gewesen… Mit nur einem Fahrzeug und einem unspezifiziertem Anhänger kann somit eine Wandergruppe vollkommen versorgt und transportiert werden – solange es an einem Fluß mit einer Bahnlinie entlang geht (z.B. Lahn). Auf dem Bild wird ein kleiner Hänger und ein Kleinwagen vorgestellt, so wie er in studentischen Kreisen üblich ist.

Der Hänger ist mit Faltbooten beladen. Bei unserem gehen 9 Faltboote rein – oder eher „drauf“ – mit dem Auto schaffen wir 16 Boote nebst Paddel, Westen, und wenigen Bootswägen(!) Je weniger Raum für Gepäck frei ist, desto mehr müssen die Anreisenden ihre Lasten selber tragen. Bei den lange andauernden und ungewissen Anreisen mit der DB, ist es ein Vorteil, Teile der eigenen Ration dabei zu haben. Für das gemeinsame Kochen, muss jedoch wegen dem begrenzten Gemeinschafts- Stauraum, wenige Kocher gewählt werden, die ordentlich Leistung mit wenig Gewicht und Stauraum sicherstellen. Eine Ergänzung mit „Hoboöfen“ wäre fast ratsam…

Ist dieses Konzept mit Begeisterung und Leidensbereitschaft durchführbar, könnte auch ein Nichtpaddler, z.B. ein Angler, ein Hobbykoch, Freund / Freundin u.v.m einen reinen Fahrdienst anbieten und das Begleitauto machen, das es vor ablegen noch mal gemeinschaftlich zu beladen gäbe.

derflusswanderer, Stand 08-21

Ausleger- Auftriebskörper

Anleitung / Einsatzmöglichkeiten / Haftungsfragen

Hallo lieber Kajaksegler und Selbstbauer.Seit Jahren erfreuen sich die anschraubbaren Ausleger mit einem Volumen von ca 15l wachsender Beliebtheit. Sie fanden bisher bei Selbstbauern anwendung, die Ausleger oder Gespann-Aussenborder vor ihr Kajak konstruierten. Ferner werden sie als Stütz – Ausleger (einseitig) für Kajak – Angler , Taucherleitern, und für den Unterwasser-Kamera Einsatz modifiziert. Auch als Stütze für Seiten-Aussenborder sind sie mittlerweilen bekannt.

Die Auftriebskörper sind einzeln als auch in Kombination mit unserem Reit- / Auslegerbrett mittig oder Heckseitig der Plicht verwendung.


… alle Podcasts hören.


Grundlagen der Anwendung: Da die Auftriebskörper ursprünglich aus dem Bereich Kajaksegeln kommen, liegt es für die Käufer – nach unserer Kenntnis – nahe, diese auch im Kajak – Segelbereich zu verwenden. Derflusswanderer sieht Kajaksegeln als eigenständige Neigung an, die nicht zum Ersatz einer Segeljolle oder einem Kakjüt – Segelboot geeignet ist. Der Kajaksegler stellt sich der Herausforderung, eine Bootstype, deren Rumpf zum Segeln eher ungeeignet ist, mit Segelkraft trotzdem bewegen zu wollen. Um z.B. Böen abfangen zu können und damit eine Redundanz zu haben, werden unsere Auftriebskörper eng an der Bordwand geführt (s. unser Ausleger komplett). Die Auftriebskörper können keine fundamentalen Segel- und Manövierfehler vermeiden helfen! Je nach Eigenbau sollte eine Sollbruchstelle oder eine Notauslösung eingeplant werden. Bei zu hoher Fehllast (z.B. dauerhaftem Untertauchen ab 3,5bft) kann es zu einer Beschädigung des eigenen Kajaks kommen!

Ausschlaggebend ist hier die Voraussicht des Eigenbauers und die Reststatik eines betagten Kajaks oder Kanadiers. Insbesondere Faltboote sind hier zu prüfen.

Die Material- und Fertigungsqualität sieht eine über 20-Jährige Lebensdauer vor. Die Blase ist Original Zölzer, Essen, die Hüllen fertigt Hood – Segel, Edingen, die innliegenden Platten ein Kunststoffverarbeiter aus Mannheim. Das Produkt kann als Regional erzeugt angesehen werden.Die Garantie beträgt auf Material und Verarbeitung 5 Jahre. Die Auftriebskörper sind nach vielen jahren auch im grenzwertigen Einsatz noch nie zerstört oder beschädigt zurückgekommen. Wir gehen von einem extrem robustem Teil aus. Löcher wähend des Gebrauchs sind bislang keine bekannt geworden. Sie wären kein Garantiefall. Ebenso der Gebrauch fern der oben beschriebenen Einsatzgebiete. Selbstbauer tragen für ihre Konstruktionen stets selbst die Verantwortung. Die Auftriebskörper werden nur nach 48H – Dichtigkeitsprüfung an den Versand übergeben.

Bedienungshinweise: Somit ist klar, das die Auftriebskörper keine Kentersicherheit im Komfortbegriff geben können. Sie erfüllen für Anfänger keine “Stützradfunktion”. Die Besatzung, welche unsere Auftriebskörper anwendet, muss unbedingt ein Kentern in Kauf nehmen. Es ist unerlässlich, dass Menschen mit der nötigen geistigen Klarheit und einem realistischen Einschätzungsvermögen diese anbringen und im Gebrauch deren Einsatzfähigkeit kontrollieren.

Der Lufteinfüllstutzen nebst Stöpsel wird unter dem Reisverschluss verborgen und zum Nachfüllender Luft dort hervorgeholt. Die Montageschrauben sind mit einem Gelpolster gegen die Blase gesichert. Ein durchstossen ist nach unserer Kenntnis nicht mit einem Loch in der Blase verbunden.Der Abstand beträgt ca. 13Cm zwischen den Bohrungen. Die leichte schrägstellung der Gewindestangen ist beabsichtigt. Bei Montage sollen diese mit leichtem Scherdruck in die (vermutlich) geraden Bohrungen der Eigenkonstruktion eingeführt werden. Durch ein Geradedrücken der Innliegenden Dachplatte entsteht ein etwas größerer Bauch. Bei anbtringung derAuftreibskörper ist es sinnvoll etwas Luft abulassen. Der Reisverschluss sollte in der Endkonstruktion noch erreichbar sein, um nachzufüllen. Der robuste Reiverschluss ist sorgfältig zu öffnen und zu schliessen, um seine Lebensdauer zu erhöhen.

Ein Weschel der Blase kann auf eigene Verantwortung in Angriff genommen werden. Hierzu ist unter beugen der Platte erst ein herausziehen möglich. Die Blase ist mit der Dachplatte fest verbunden und muss von dieser gelöst werden. Bei Neueinbau verfährt man anders herum.

Soweit alle uns derzeit bekannten Anwendungsthemen.

Viel Erfolg und Handbreit wünscht derflusswanderer: jörg

Zusammenfassung nach Stand 03 / 21:

  • der übliche Haftungsausschluss
  • Irrtum und Fehler vorbehalten
  • Alle Rechte der Veröffentlichung in üblicher Weise bei derflusswanderer

Faltboot-Haut für historischer T9 nähen

Wenn man an Faltboot-Haut nähen denkt erscheint einem das sehr einfach.

Viel Zeit ist für Anpassen und Korrigieren einzuplanen.

Hier ein Beispiel bis eine Haut endlich faltenfrei sitzt.

Die neue Faltboot-Haut wurde ein historischer T9 hergestellt …

Lackierungen

Stichpunkte zum merken und nachdenken

Fehler: Offenlassen beschädigter Lackierungen!

Abscheuernde Stellen werden alljährlich nachkontrolliert, oder nach einem Abbau. Die Bodenleiter- Unterseite die an dem Unterschiff anliegt, verkeilt Sandkörner und lässt diese wie Schmirgel zwischen sich und der Haut reiben. Umgebungen von mechanischen Teilen haben Abplatzungen und Harrisse, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Wer Faltoote pflegt müsste normalerweise „tauchlackieren“. Diese wirsame Option eröfnet sich nur der Werkstatt! Kaum ein Bastler hat in seinem Hobbykeller eine termperierbare Tauchwanne und kann die Aerosle angemessen ablüften lassen. Deshalb wird im Ramen einer halbwegs tauglichen Improvisation, der Lack mit der vierfachen Menge Verdünner verdünnt wie Wasser. Mit einem breitquastigem Pinsel wird deckend, triefend aufgetragen.
Eine saubere, säurebeständige Plane fängt den Lack unten auf und man nimmt von der Plane weg. Erneut kann dann mit dem Pinel aufgetragen werden. Der „wässerigkeit“ der Verdünnung ist es zu verdanken, dass es kaum Lacknasen gibt. Ein-zwei sanfte nachstreicher können den Abfluß des Lackes von der Oberfläche so steuern. Eine Griffstelle am „Werkstück“ sollte vielleich frei bleiben. Beim 2ten Vorgang käme diese dann dran, oder man fast mit Handschuh (kein Einweg-Nitril, o.ä. – Der hält das nicht aus) oder schmaler Zange, Greifhand (Werkzeug), etc. das Stück an. Eine Abtropfecke wäre einzurichten, oder ein saugfähiges Brett minderster Faserdichte, kann auch Tropfmengen aufnehmen. (Dann wäre das Holzmaterial aus dem Baudiscounter auch endlich mal zu was Nütze). Nasen können später – in pastösem Zustand – zudem abgeschnitten werden. Ist eine Schicht griffest angetrocknet spürt man eine Rauhheit auf der Oberfläche, die zuvor nicht war. Offen Faserröhren haben sich voll Lack gesogen und quollen auf. Zuvor nahmen sie noch Wasser auf! Das ist also auch ein Zeichen, dass die Lackierung dringend nötig war. Mit einer Wollsocke oder einem Stück Druckerpapier werden die frisch lackierten Bauteile nun abgerieben.


Podcast zu diesem Thema:

… alle Podcasts hören.


Die sich verändernde Qualität des „Tauchlackes“ wäre zu beobachten, da er zunehmend verschmutzt – und Lösemittel verliert. Es ist ratsam, nur verarbeitbare Mengen anzumischen. Die Entsorgunsanweisung wäre schon bei Kauf zu beachten.

Bei „eintauchen“ der Holzstelle, entstehen durch die Haarrisse sofort längere, dunkelbrauen bis schwarze Faserungslinien. Durch diese drang das Wasser ungehindert ein, und arbeitete an der Zersetzung. Durch den wasserähnlichen Lack der „Ersten Lage“ werden Haarrisse geschlossen und alter, noch aufnahmefähiger Lack angefrischt.

Sind unlackiete Stellen lange frei, entsteht schwarzer Schimmel und vermorschung. Dann sprechen wir von Brennholz. Ein oberflächliches „Anschimmeln“ kann noch behoben werden. Ist jedoch eine Sache mit Augenmaß und Erfahrungswert. Ein Biegetest zeigt, ob das Teil noch statisch intakt ist.

Fehler: Falsche Oberflächenbehandlung und Lackierungsart!

Es wird fast nie geschmirgelt. Brüchige Lacke werden mit Ziehklinge entfernt (auch Japanspachtel). Mit Lacklösemittel oder einem aggressiveren Lösemittel werden alle Holzteile geputzt, gebürstet und gewaschen. Zum Bütrsten nimmt man eine Zündkerzenbürste. Diese hat Messingborsten, die Weich und trotzdem zäh genug sind, die geschwärzten Ecken der Gerüstkonstruktion zu erreichen. Es taugen auch andere, weiche Drahtbürsten oder deren Kunststoffersatz. Die Hand- und Fingernagelbürste ist ab und an zu schwach. Bereits im Bürsten platzen marode Lackpartikel ab. Das komplette Abschmirgeln wird insofern als Fehler gesehen, da die wenigsten „Schrmirgler“ über die Kenntniss und Fertigkeit verfügen ein derart blankes Holz vollwertig neu zu lackieren.
Der Erfolg einer neulackierung wird nicht 2 Tage nach Lackierung gemessen, sondern nach frühestens 3 Monaten – besser 6 Monaten. Dann wenn verunreinigte Stellen die Lack abstossen , sichtbar. So wäre bei einer Angabe „Ich habe das Gerüst zuvor Tauchlackiert, ggf. eine Nachfrage erhellend (was meint der Verkäifer damit?) Insgesamt werden 2-3 Schichten in verschiedenem (immer dickflüssiger ) Mischnugsverhältnissen – nach bis zu 14 Tagen Antrockenzeit dazwischen – benötigt, um eine rohes Stück Holz in einen Bootsbauteil zu verwandeln. „Frisch lackierte Gerüste können ggf. „Verkaufskosmetik“ sein.

Und wie immer gilt:
Irrtum und Änderung vorbehalten. Ohne Gewähr. Alle Rechte beim Verfasser. Vervielfältigung nur durch link auf diese Seite. Danke. Stand Dez 2020

Hinweise zu Oberdeckstoffen

Baumwollstoffe die im Bootsbau verwendet werden, beginnen 360g den Quadratmeter und enden bei 800g. Verwendung finden Baumwollplanen, Zeltbahnen, Canvas oder Panama-Gewebe. Oft werden Mischgewebe angeboten. Manches erinnert an Sack-Gewebe. Sinn ist die geringe, aber dem Zweck dienliche Dehnung des Gewebes. Das von natur aus wesentlich dehnfreudigere Obervedeck muss dem stärkeren Unterschiff entgegenhalten. Es ist ein Anfängerfelhler, wenn das unterschiff allmählich den verdeckstoff immer weiter über die Bordwand nach unten zieht. Im Falle das, kann ein Oberdeckstoff doppelt genommen werden umd die nötige Gegenkraft zu erzeugen. Ein wieder anderer Fall ist die Verwendung von reiner Kunstfaser die nicht dehnt, oder nur minimal.


Podcast zu diesem Thema:

… alle Podcasts hören.


Hinzu kommt die UV-Beständigkeit. Im Fall das muss eine hohe UV-Beständigkeit bei Kunstfasern oder besonders hellen Färbungen kritisch gesehen werden. Die Option den Nachfärbens sollte hier in Betracht bei der ersten Farbwahl gezogen werden.

Die erwählten Stoffe werden mit Sattlergarnen oder dem bekannten „Rasant-Garn“ vernäht. Hier ist ein Nylonfaden mit Baumwolle umsponnen. Wird beim Nähren der Faden eingestochen ,dehnt die Nylonseele. Bei Entspannung nach dem die Nadel den Stichkanal verlässt, schrumpft die Baumwoll – Umspinnung zusammen und dichtet das Stichloch. Somit ist eine „Dichtung durch Quellung“ erreicht. Wasserschwälle und Dauerregen können also nicht durchregnen. Für Baumwollzelte besteht deshalb keine „Wassersäule“!. Trotzdem ist Gasdurchlässigkeit gegeben. Das bedeutet, das bei Schwitzen oder starken Temperaturunterschieden zur Umgebung, kein Kondenzwasser unter der Plane entstehen kann. Damit nützt das Baumwollverdeck zur Klimaregulierung unter Deck. Es kann eine angemehenes Klima unter Deck im Sommer entstehen, wenn man bei über 30 Grad, das Oberdeck durchnässt und die Verdunstungskühle auf seine Beine wirken lässt. Im Winter kann keine Auskühlung durch nassgeschwitzte Hosen entstehen. Es bleibt warm. Somit ist es bei manchem ambitioniertem Gebrauch üblich, Spritzdecken aus Baumwolle herstellen zu lassen, statt aus Poncho-Material.

Die Verwendung von reiner Baumwoille wird aufgrund der Kostenfrage und des wenigen Gebrauches verschiedener Eigner von Kunstfaser verdrängt. Immerhin ist die Reproduktion von Faltbooten bei 99% Baumwollverdecken erhalten geblieben.

Die Farbwahl der Verdecke ist meist dunkel, in der Regel blau. Je dunkler die Farben, desto mehr Uv-Beständigkeit haben sie (von einer soliden Verarbeitung ausgehend). Je heller, desto mehr Vergilbung ist zu erwarten. Seit 2019 gibt es keine farbigen Imprägnaturen mehr. Derzeit bieten Waschmaschinenfärbungen mit dem Pinsel verarbeitet, die zunächst besten Ergebnisse. Weitere Erkenntnisse nicht ausgeschlossen.

Baumwolle ist ein Naturmaterial, was bedeutet, das es eine gewisse Pflege und Achtsamkeit benötigt.

Überalterung von Oberdeckstoffen

An Rändern des Oberverdeckes – dem Übergang zum Unterchiff, sind zuerst die grauen Striemen zu sehen. Sie entstehen entweder durch scheuern und können nachgefärbt werden – oder sie beginnen zu verfallen! Dabei lässt die spannungslos gewordene Faser das Farbpigment los, bevor es selber zerfällt. Das Gewebe wirkt dünn und eher wie Gespinst. Diese Stellen können mit dem Finger leicht ohne wesentlichen Druck (!) bereits durchgedrückt werden. Das Verdeck ist nicht mehr intakt und muss als defekt gelten. Nähstellen an dieser „Verwitterungslinie“ verschlimmbessern in Folge den Erhalt des Bootes.

Fehler: „Blautarn“!

Viele Käufer der (ehemals) färbenden Ammoniak-Imprägnatur habe diese 1:1 aufgetragen und dabei erst festgestellt, das die Textilie sehr unterschiedlich die Farbe aufnimmt (s. Unsere alten Färbeanleitungen). Die Färbung mutet wie blaues Flecktarn an. Auch tief einegezogene „Blaufahrer“ sind in und an den Gerüstteilen zu finden. Diese Verdeck – Oberflächen wirken haptisch wie Kunstfaser und haben ihre edle Baumwolloptik verloren. Es ist kein technischer Mangel, aber ein optischer. Dazu gehört auch das Aufmalen von Bootsnamen auf dem Oberdeck mit Faser-“Markern“ Es ist unklar derzeit, ob das die Textilie schädigt. Ebenso die chemischen Entfärber, die dann benutzt werden müssen. Abgesehen von einem Fasermaler für Textilien…

Und wie immer gilt:
Irrtum und Änderung vorbehalten. Ohne Gewähr. Alle Rechte beim Verfasser. Vervielfältigung nur durch link auf diese Seite. Danke. Stand Dez 2020

Scharniere und Gewinde

Fehler und Maßnahmen

Lackreste auf Messinggewinden oder rostigem Stahl erschweren das Aufschrauben von Flügelmuttern – bis zum Abriss der Gewindestange. Diese „Entwicklung“ der Lackverharzung wird nicht nach einem Tag nach Lackierungsende festgestellt, sondern Wochen später. Ebenso ist einlaufender Lack in Messinghülsen gleichermaßen zerstörend. Schlecht bindender Lack ist teilweise Schmutzanziehend. Auch Öl und Talkum, oder Graphit lösen dann die Verdickungen in der Lauftolleranz der Schiebehülsen nicht auf. Es kann jedoch sein, dass ein Lack nicht besonders ölbeständig ist und das Schmieröl diesen auflöst! Grundsätzlich darf – ausnahmsweise – in dem fall blockierender Hülsen geschmirgelt werden, um diese Teile zu reinigen. Gewinde werden mit dem Gewindeschneider freigeschnitten. Hierbei ist zu beachten, das öfters bei Billigmarken der 60-80er jahre des letzen Jahrhunderts, ungewöhnliche Gewindegänge zeitweise Verwendung fanden. Man kann also nicht von demselben Modell einer Bootsmarke zwingend auf das gleiche Modell Jahre später/früher rückschliessen! Das Detail der Gewinde und Flügelmuttern ist ggf. anders. Es wäre zuerst zu prüfen, ob es sich um ein heute üblich erhältliches metrisches Gewinde handelt! Zur Not hilft eine Gewindelehre. Ein bekanntes Beispiel – und Ausnmahme aus dem hochpreisigen Bereich – ist Pionier aus Bad Tölz.

Fehler: Überalterte Guss- und Formteile!

Messingschrauben und Kupfernieten werden nach ca. 40 jahren spröde und reissen bei ruckartiger Überlast vielleicht unvermittelt ab. Hinzu kommt, dass der Mensch seither schwerer geworden ist. Die Verbindungsteile werden also – neben der Altersschwäche – überlastet. So oder so. Es kann hier – in dieser Schilderung – nur von einem „Boot im Originalzustand“ gesprochen werden.


Podcast zu diesem Thema:

… alle Podcasts hören.


Aussagen „das Boot hält sie ganz beytimmt aus“, sind falsch, oder der Rückschluß: „Weil das Boot unbeschädigt im Originalzustand ist, hält es alles und jeden aus“. Die Bezeichnung „Originalzustand“ kann wahr sein, und doch niemandem nützen. Bei über 40 Jahre alten Booten und deren „original – Anbauteilen“ kann dies auch ein Grund zur eingeschränkten Nutzng – oder gar zur Sorge sein. Bei Verkäufen, ist die Bezeichnung „Originalzustand“ also etwas für den gebildeten Sammler, kaum für den Anfänger. Ein höherer Preis – ausser dem des rein emotional- fiktiven „Liebhaber-Preises“ wäre damit kaum wirksam zu argumentieren.

Und wie immer gilt:
Irrtum und Änderung vorbehalten. Ohne Gewähr. Alle Rechte beim Verfasser. Vervielfältigung nur durch link auf diese Seite. Danke. Stand Dez 2020

Bestellung neue Bootshaut

Lohnt sich das?

Nicht immer, aber wenn dann hundertprozentig.

Der Wert von faltbaren Booten aus Holz und Leinen liegt in der Holzqualität, der Oberflächengüte, der Haltbarkeit und Belastbarkeit der mechanisch beweglichen Teile und den allgemeinen Fahreigenschaften.

Die Lebensdauer gepflegter Hölzer, dichten, feinfaserigen Wuchses darf auf mehrere Hundert Jahre geschätzt werden. Die Häute altern schneller und schaffen höchstens 70 Jahre – eher weniger.


Beitrag als Podcast hören:

… alle Podcasts hören.


So haben sich verschiedene Bootsmarken und Modelle herauskristallisiert, die als erhaltenswert gesehen werden. Andere hingegen waren bereits zu ihren aktiven Verkaufszeiten mindere Qualität und können trotz Pflege nicht im Wert erhalten werden. So kann der „Erhaltens-Wert“ niemals von einer Marke abhängig gemacht werden, obwohl es wegen der Holzqualität und den Alterungs-Erfahrungen bei verschiedenen Bootshaut-Herstellern sehr unterschiedliche Prognosen gibt. In der Vielzahl historisch häufig anzutreffender Marken und Modelle gibt es nich zwingend die Erkenntnis, das Marke a: Die häufig zu sehen ist gegenüber der Marke b. Immer „bessre“ aussieht. Morsche, vor Restaurationsbeginn von Wasserschimmel angegriffene und verzogene Bootsgerüste findet man quer durch die Bank. Auf Bieterportalen werden, für das ungeübte Auge nicht ersichtlich solch nachhaltig beschädigte Gerüste als tadellos oder Patiniert angeboten. Letzteres könnten diese sich für eine Restauration nicht lohnen. (Lesen sie dazu auch die weiteren Ausführungen auf unserer Netzseite)

Wer eine neue Bootshaut anschafft,

benötigt ein intaktes, vollständiges Gerüst mit funktionierenden Beschlägen. Oft ist dies in einem ersten Schritt sicherzustellen. Der Fachhandel hilft gerne dabei und leitet zum sachgerechten Heimwerken an. Jedoch wäre hier Ehrlichkeit gegenüber sich selbst angebracht: Bastler die alles können, außer Zeit, veräußern die liegengebliebenen Boote dann weiter mit Verlust. Entweder monetär, oder substantiell. Eine gute Erdung ist wichtig um das teilweise unkalkulierbare Unternehmen zu Beginnen.

So fange ich an?

Zuerst klären wir, ob dein Modell bereits mit Schablone gefertigt wurde, oder ob es eine Einzelanfertigung „auf das Gerüst“ war. Oder wir kennen dein Modell, das in der Regel nach 40-60 Jahren üblicherweise verzieht, dann müssen wir auch das Gerüst haben, um darauf zu fertigen, oder das wenig widerstandsfähige Gerüst, lässt sich von der straffen neuen Haut in der „gerade“ Form zurückbiegen! Grundsätzlich raten wir von solchen booten ab, aber wenn es emotional Belastet ist, dann muss auch dieses „Familienmitglied“ erhalten werden.

Wird eine Bootshaut genäht, kann in manchen Fällen die aufgetrennte Haut als Schablone dienen. Das machen allerdings wir, da dringend beim Auftrennen „Schneidermarken“ eingefügt werden müssen!

Dann werden die alten Beschläge abmontiert und ggf. konserviert.

So kann im schlimmsten Falle, eine Bootshaut die nicht mehr faltbar ist, in brechender Weise „gefaltet“ werden, um in ein Paket gesteckt zu werden. Unser Paketdienst holt nach Termin ab.

Wir organisieren Weltweit den Versand von Faltbooten! Unsere Spediteure haben für uns Sonderkonditionen.

Lohnt es sich denn für mich?

Antwort: Wer ein Faltboot aufbaut, tut das nicht (mehr) weil er sich keine „Yacht“ oder einen Liegeplatz für eine Jolle leisten kann. Auch der volle Segelklub ist keine Ausrede mehr. Die Zeiten wandeln sich. Ein Faltboot ist der Oldtimer in der Kanu-Welt, ein „Bentley“ unter den Plastebooten. Wer „Falteln“ geht, zeigt Stil und Selbstbewusstsein. Er stellt – in gewisser Weise, wenn man so will – aus und stellt dar. Es geht nicht um Billig, sondern um Stilecht, oder um Erhaltung des patinierten Zustandes. Ein restauriertes Faltboot kann Ausdruck von Status sein, von der Absicht die Sportart in gepflegtem Rahmen zu zelebrieren. Egal – ob ein Klassiker als Neuboot, oder ein Einhundert Jahre altes Boot – der Falter ist es sich Wert und hat Zeit. Der Fahrer historischer Faltboote ist wie ein Fahrer von Oldtimer-Autos zu sehen.

Boote minderer Qualität fallen seit dem Aufkommen von SUP und Doppelwand-Kajaks weg. Das Flohmarkt – Schnäppchen, das in halb verwesten Zustande nun für ebensowenig Kosten von uns erhalten werden soll – ist keine (faire) Option mehr. Es bleiben die hochwertigen und optisch harmonischen Modelle im Focus der wachsenden Sammler- Gemeinschaft.

Deshalb kann der Auftraggeber die Intentionen von Stil, Authentizität und emotionale Details seiner Eigenschaft umsetzen. Dann lohnt es sich für den / die Eigner in mehrfacher Hinsicht, ein Boot herzurichten / anfitten zu lassen! Im Farb-Entwurf und der bedachten Wahl maßvoller Applikationen, kann ein zeitloses Design entstehen, oder eine expeditionsmäßiger Anschein. Das Boot kann entsprechend seines Unterschiffes z.B. als Offshore, oder Küsten-Kajak Ausdruck finden. Es kann der architektonische Charakter betont werden. Der feinsinnige Anspruch, den der Umgang mit dem Boot erfordert, kann in der äußeren Gestaltung zum Ausdruck gebracht werden.

Welche Applikation ist sinnvoll?

Wir unterscheiden zwischen sinnvollen, Komfort steigernden und rein individualisierten Applikationen.

Sinnvoll ist bei häufigeren Bodenkontakt der breite Mitelkeilstreifen. Bei Wildwassereinsatz kämen die Seitenkielstreifen hinzu. Trageknebel ist für Eigner sinnvoll, die nicht umgreifen können.

Der Bugbeschlag ist für Segler notwendig, der Heckbeschlag ebenso, oder bei Küste und Offshore. Das Steuer kann keines der 23 Paddelfehler, die im Menschen selbst begründet sind, beheben. Immerhin kostet ein Anfängerkurs (in unserem Hause bis zu 60%) weniger, als eine Steueranlage. Das Ersatzpaddel – und damit verbunden der Paddelhalter,meist auf dem Vordeck ist Teil der Wasserstraßenordnung. Natürlich kann das vorgeschriebene Notpaddel jederzeit unter Deck geführt werden. Auf dem Deck ist es in jedem Fall schnell greifbar. Also kann im Falle des Paddelhalters keine eindeutige Zuordnung erfolgen. Er ist jedoch etabliert.

Gestaltungswille zur Wertschöpfung

Faltboot – Eigner sind auf Dauer keine ungeschulten Laienfahrer, so wie das in vielen Trendsportarten hervorsticht. Der Bestellende kann durch überladen seines Bootes mit Applikationen nichts kompensieren. Faltboot – Eigner zeichnen sich durch ein langjährig, konstant betriebenes Hobby aus und lernen aus vier Generationen gerne dazu. Wir raten – hier an dieser Stelle – von einer sorgen-getriebenen Konfiguration ab. Anfängerkurse, Foren, Faltboottreffen vermitteln in einer einmaligen Weise einen Wissens- und Könnens Stand, der sonst nur von einer regulären Sport-Akademie zu erwarten wäre. Der maßvolle Einsatz der Ausstattungs – Optionen ist kein Nachteil auf Dauer der Nutzung gesehen, zumal weiteres Zubehör einiges kompensieren kann. Auch ist das ein Aspekt der Wertschöpfung. Der Oldtimer hat durch zeitloses Design, einen höheren Wiederverkaufswert. Was nicht sichtbar angebracht ist, kann später auch kein sichtbarer Mängel sein.

Wir – die Flußwandererfamilie, wollen den Auftraggebenden zu eigenen Ideen anregen. Es soll eine Gestaltung nach dem Herzen werden.

Wir raten immer, dass der Eigner oder die Eignerfamilie mit Buntstiften oder Skizzenblock zu malen anfängt und überlegt. Dabei kommt es immer wieder zu Wünschen, die oben in der Normgestaltung nicht dargestellt waren. Diese erfüllen wir sehr gerne, wenn einer unserer Herstellenden mitmacht!

Nach der Reihenfolge auf der Schautafel, sollte die Festlegung zur Bestelliung dann erfolgen (siehe Nummerierung).

Derflusswanderer, Stand Okt 2020